Wann bin ich schön? Schönheitsideale im Lauf der Geschichte

Schön oder nicht schön, das ist hier die Frage

Unsere Schönheitsideale sind nicht so selbstverständlich, wie man oft denkt. Sie hängen von unserer Kultur und der Zeit, in der wir leben, ab. Wir mögen schlank, sportlich und leicht gebräunt, und einem Hauch von Eleganz sind wir auch nicht abgeneigt. Aber das war nicht immer so.

Venus von Willendorf

Die 27000 Jahre alte Österreicherin aus Kalkstein zeigt einen Hängebusen mit unglaublichen Ausmaßen. Die Kurven der dicken Steinzeitdame reichen bis zum Nabel. Nicht minder ausgeprägte sind die Hüften, unter denen baumstammähnliche Oberschenkel zum Vorschein kommen. Heute würde man sich eine „Venus“ wohl in allen Punkten gegenteilig vorstellen…

Venus von irgendwas keine Ahnung

Spiel: Finde die Venus

Männerschönheit im Altertum

Bei den alten Griechen wurde nicht nur über das Leben philosophiert, sondern auch über Schönheit. Die Männer verkörperten das Ideal der superproportionierten Körper und standen den Frauen in Sachen Mode, Körperpflege und Anhübschen in nichts nach. Bei den Assyrern war der Bart Signal von männlicher Pracht, und wem die Natur keinen gegeben hatte, der band sich ein Kunstexemplar um. Erinnert das nicht ein wenig an unsere Zeit, in der schönem Aussehen auch mal mit künstlichen Mitteln nachgeholfen werden darf?

Männerbild im Alterum

So sah früher das ideale Männerbild aus. Stark und gesellschaftlich Anerkannt.

Farbige Haarpracht im alten Rom

Hier galt für Frauen wie für Männer: Schöne Haare machen attraktiv. Deshalb gab es auch bei den Römern schon Perücken. Für rote Haare stand Henna zur Verfügung. Aber wer es schwarz wie Ebenholz liebte, griff zu Blutegelmassen, die zwei Monate lang in Weinessig gelagert hatten. Da die Germanen hoch im Kurs standen, was ihre tapfere Männlichkeit betraf, färbten sich viele Römer die Haare blond. Womit? Mit Urin und unangenehmen Substanzen, die nicht selten Ätzungen hervorriefen.

Farbige Haare

Hauptsache die Haare liegen. Und das tuen sie hier, ganz egal in welche Farbe ;=)

Ich bin schön: Vornehme Blässe und nur keine Seife

Beide Geschlechter hätten sich während der Renaissance-Zeit niemals freiwillig den bräunenden Sonnenstrahlen ausgesetzt. Vielmehr wurden die Gesichter so lange gepudert, bis sie kreideweiß aussahen. Das galt als vornehm und schön. Der Teint sollte so hell wie möglich sein. Blond war auch hier in, und Frauen wie Männer bevorzugten blonde Locken bis auf die Schultern. Im 16. Jahrhundert verbreitete sich das Ganzkörper-Pudern immer mehr. Denn jetzt galt Waschen als ungesund. Wer nach Wasser und Seife roch, entsprach schon deshalb nicht mehr dem Schönheitsideal. Zweimal baden im Leben war genug.

Eckelhafte schönheitstrends

Manche Schönheitstrends sind auch echt abartig. Nix für mich!

Von wegen strahlend weiße Zähne

Vom 8. bis ins 12. Jahrhundert hatten die Japaner eine ganz eigene Vorstellung von schönen Zähnen. Sie sollten rabenschwarz sein. Je dunkler, desto attraktiver und desto bessere Chancen auf dem Heiratsmarkt. So wie wir heute die Zähne durch Putzen pflegen, färbten die Japaner sie immer wieder mit einer Tinktur nach, in der rostige Nägel eine große Rolle spielten. Auch Indische Kleider erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.

Weiße Zähne

Strahlende Zähne 😀

Wer schön sein will, muss leiden?

Diese Erfahrung machten viele Frauen in vielen Kulturen im Laufe der Geschichte. Bei einem äthiopischen Stamm werden jungen Mädchen seit Hunderten von Jahren die Unterlippe aufgeschnitten und Schneidezähne entfernt, um ihnen eine Tonscheibe im Mund einzusetzen. Dies dient heute noch Touristen als Fotomotiv. In Teilen von Myanmar tragen Mädchen von früher Kindheit an schwere Messingspiralen, damit sie giraffenartige Hälse bekommen. Ganz anders heute bei uns, wo jede Frau selbst entscheidet, ob und wieviel sie leiden will, um dem Schönheitsideal zu entsprechen.

Schönheit die alte Subjektive Nervsau

Wer schön sein will muss leiden, egal wie er aussieht und wo er her kommt. Schönheit ist subjektiv!

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