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Beauty Blog – Monatsthema Öle und Fette

Die größten Mythen und Unwahrheiten über Fette und Öle

Ein bekannter Fernsehkoch wird nicht müde, es immer wieder zu betonen: Wir Deutschen geben gerne und ohne mit der Wimper zu zucken 30.- Euro und mehr für einen Liter Motoröl aus, der dann in unserem Auto verschwindet. Geht es jedoch um Öle und Fette, die wir für unsere Ernährung oder auch zur äußerlichen Anwendung auf dem Körper verwenden, so ist vielen Menschen das Billigste gerade gut genug. Da darf der Liter Öl plötzlich nicht mehr als einen Euro kosten.

Doch warum ist das so? Vielleicht liegt es an der fehlenden Aufklärung. Während Autowerkstätten und Hersteller immer wieder betonen, wie wichtig ein gutes Motoröl für die Lebensdauer des gesamten Fahrzeugs ist, kursieren bzgl. Ölen und Fetten in der menschlichen Ernährung und der Gesundheit unzählige Mythen sowie Halb- und Unwahrheiten.

Es ist Zeit, mit diesem Zustand aufzuräumen! Wir klären Sie in den folgenden Abschnitten über die verbreitetsten Irrtümer und Unwahrheiten in Bezug auf Fette und Öle auf. Und damit Sie mit diesem Wissen auch in der Praxis etwas anfangen können, ergänzen wir das Ganze mit den besten Tipps für wirklich gute und gesunde Öle.

Soll ich Öl und Fett wirklich meiden?

Vielfach wird uns weisgemacht, dass Fette und Öle grundsätzlich schädlich für den menschlichen Organismus sind und deshalb so weit wie möglich aus der Ernährung entfernt werden sollten. Bereits hier haben wir es mit der ersten Halb- bzw. Unwahrheit zu tun. Das Ganze verhält sich in etwa so, als würden wir sagen: „Das Atmen von Luft ist schädlich für den Menschen!“

Es kommt eben immer darauf an, um welche Luft es sich dabei handelt. Klare und sauerstoffreiche Bergluft wird den Organismus beflügeln, ihn leistungsfähiger machen und Körper, Geist und Seele gut tun. Verschmutzte Industrieluft mit Abgasen und Schadstoffen dagegen kann den Organismus so weit schädigen, dass der Mensch längerfristig sogar zu Tode kommt. Genauso verhält es sich mit Fetten und Ölen. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung und des gesamten Lebens – es kommt aber darauf an, welche Fette und Öle wir verwenden. Doch dazu ist das notwendige Grundlagenwissen erforderlich. Der Gesundheitseffekt hängt davon ab, wie und aus welchen Ursprungsprodukten die von uns verwendeten Fette und Öle hergestellt werden, welche Schritte der Weiterverarbeitung diese erfahren, wie sie gelagert werden, wie wir sie verwenden usw.

Sind gesättigte Fette bzw. Fettsäuren grundsätzlich schlecht?

Die Werbung will es uns jeden Tag weismachen: Achten Sie unbedingt auf ungesättigte Fette bzw. Fettsäuren, alles andere ist schlecht und ungesund! Diese Fette würden unser Herz-Kreislaufsystem schädigen, indem sie für Ablagerungen in den Arterien sorgen. Doch ist das wirklich die Wahrheit?

Nein, so einfach ist es nicht. Es gibt durchaus auch gesättigte Fette, die sehr gesund für den menschlichen Körper und unseren Organismus sind. Grundsätzlich gilt: Der Mensch ist auf eine Zufuhr von gesättigten Fettsäuren von außen nicht unbedingt angewiesen, da er diese selbst herstellen kann. Allerdings benötigt jede einzelne Körperzelle sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fette bzw. Fettsäuren, um perfekt funktionieren zu können. Es geht also weniger darum, zwischen gesättigten und ungesättigten Fetten zu unterscheiden, als vielmehr darum, beide Sorten von Fetten in einem ausgewogenen Verhältnis zu sich zu nehmen und unbedingt auf deren Qualität zu achten. Je besser das Fett – ob gesättigt oder ungesättigt – in seiner Qualität ist, desto mehr Gutes tut es auch für den menschlichen Organismus.

Gesättigte Fette haben gegenüber ungesättigten Fetten sogar Vorteile. Sie sind unempfindlicher gegen Hitze, Licht und Sauerstoff und sind damit besonders lange haltbar. Viele dieser Fette, zum Beispiel in Kokosöl, bringen antibakterielle und antivirale Eigenschaften mit. Die Fettsäuren stärken das Immunsystem und helfen dem Organismus, schädliche Eindringlinge abzuwehren.

Sind Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren immer gesund?

Sehen wir uns nach diesen Erklärungen auch die Gegenseite an: Die gern gemachte Aussage, dass Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren generell den tierischen Fetten mit gesättigten Fettsäuren vorzuziehen sind. Auch hier haben wir es wieder mit einer Pauschalaussage zu tun, die in dieser Form nicht stehen bleiben kann. Fakt ist: Es gibt durchaus Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren, die dem menschlichen Organismus – zumindest in größeren Mengen und über längere Zeit – schaden können. Hierzu gehören beispielsweise Ölsaaten wie Sonnenblumenöl, Maiskeimöl oder Sojaöl. Diese Öle enthalten größere Mengen von Omega 6 Fettsäuren. Omega 6 Fettsäuren wiederum sind bekannt dafür, dass sie Entzündungen im Körper begünstigen und bei bestehenden Entzündungen sogar einen chronischen Verlauf hervorrufen können. Daher sollten Menschen, die Probleme mit Entzündungen haben oder generell dazu neigen, Entzündungen zu entwickeln, mit solchen Ölen sehr vorsichtig umgehen.

Ob Öle bzw. Fette gesund sind oder nicht, hängt nicht nur von den darin enthaltenen Fettsäuren und davon ab, ob sie aus pflanzlicher oder tierischer Herkunft stammen, sondern auch von ihrer Verwendung. Ein gutes Beispiel dafür ist Olivenöl. Gerade teure und hochwertige Olivenöle werden oft als die gesündesten Ölsorten überhaupt angepriesen. Grundsätzlich ist das nicht falsch, doch durch eine falsche Anwendung bzw. Behandlung können auch eigentlich sehr gesunde Öle und Fette plötzlich schädlich für den Menschen werden.

Bei Olivenöl ist das beispielsweise dann der Fall, wenn es zu stark erhitzt wird. Experten empfehlen, Olivenöl auf keinen Fall stärker als 180° C zu erhitzen. Wird es stärker erhitzt, so verändern sich die im Öl enthaltenen Fettsäuren. Sie oxidieren und können dann für den Menschen schädlich werden. Daher empfiehlt sich Olivenöl am besten für kalte oder allenfalls lauwarme Speisen.

Ist Rapsöl wirklich so gesund?

Wie bereits erwähnt, wird in verschiedenen Medien empfohlen, Pflanzenöle den tierischen Ölen und Fetten vorzuziehen. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder das Rapsöl als Pflanzenöl mit vielen ungesättigten Fettsäuren hoch gelobt.

Doch Vorsicht: Bei genauerer Betrachtung kann Rapsöl nicht das halten, was allgemein versprochen wird. Studien und Versuche haben gezeigt, dass bei der Produktion von Rapsöl gefährliche Transfettsäuren entstehen, die dem Organismus schaden können. Außerdem kann ein dauerhafter Konsum zu einem Mangel von Vitamin E führen. Angesichts dieser Tatsachen ist es nicht verwunderlich, dass Rapsöl heute als eines der billigsten Öle in den Supermärkten angeboten wird. Wer sich wirklich gesund ernähren möchte, sollte es so weit wie möglich meiden.

Was hat es mit den kaltgepressten Ölen auf sich?

Die Bezeichnung „kaltgepresstes Öl“ ist innerhalb der letzten Jahre und Jahrzehnte quasi zu einem Werbebegriff geworden. Sie soll ein hochwertiges Öl beschreiben, das ohne die Verwendung von Hitze hergestellt wurde. Im Kopf des Verbrauchers ergibt sich damit das Bild von einem wertvollen, weitgehend naturbelassenen Öl, das seinem Organismus gut tut.

Das stimmt allerdings nur in den seltensten Fällen! Grund hierfür ist, dass viele als kaltgepresst beworbene Öle sehr wohl bei ihrer Produktion erhitzt werden, teilweise sogar sehr stark. Um dies zu verstehen, muss man sich den verwendeten Begriff etwas genauer anschauen. Die Bezeichnung „kaltgepresst“ bezieht sich nur auf den Pressvorgang, nicht auf die gesamte Produktion des Öls! Der Hersteller kann also das Öl sehr wohl im Laufe des Produktionsprozesses erhitzen und es trotzdem als kaltgepresst bezeichnen, sofern beim Auspressen des Ursprungsproduktes kein Erhitzen stattgefunden hat. Stattdessen wird es später erhitzt, um die gewünschte Konsistenz oder einen bestimmten Geschmack zu erhalten. Teilweise versetzten Hersteller ihre Öle sogar mit giftigen Chemikalien, beispielsweise Lösungsmitteln.

Der beste Weg, diesem Dilemma zu entgehen, ist, ein Öl aus biologisch angebauten Ursprungsstoffen zu verwenden, das nicht nur ohne Erwärmung gepresst, sondern garantiert komplett kalt verarbeitet wurde. Solche Öle stammen beispielsweise aus Samen oder Nüssen.

Und noch ein Tipp: Wählen Sie ein Öl, das in dunklen Glasflaschen verkauft wird. Diese Öle sind in der Regel nicht wärmebehandelt und müssen daher vor Licht- und Sauerstoffeinfluss geschützt werden.

Zwei gesunde Alternativen: Unsere Beispiele für wirklich gesunde Öle und Fette

Damit Sie nachvollziehen können, dass ein wirklich gesundes Öl bzw. Fett nicht unbedingt abhängig vom Preis ist, haben wir im Folgenden zwei Alternativen zu den herkömmlichen Ölen für Sie genau betrachtet: Arganöl und Kokosöl. Während das Erstgenannte vergleichweise teuer ist, zählt Kokosöl zu den günstigeren Ölen. Trotzdem können beide Erstaunliches bewirken.

Arganöl

Arganöl (das Öl des marokkanischen Arganbaums) wird oft auch als Wundermittel oder „flüssiges Gold“ bezeichnet. Insbesondere die  Anti-Aging-Wirkung dieses Öls wird immer wieder positiv hervorgehoben – egal ob bei innerer oder äußerer Anwendung. Spezifische Anwendungsgebiete sind zum Beispiel:

  • Falten
  • Hautalterung
  • Akne
  • Trockene Haut
  • Sprödes Haar
  • Hornhaut
  • Trockene Kopfhaut
  • Verringerter Haarwuchs
  • Pflege von Händen und Nägeln
  • Dehnungsstreifen
  • Windelausschlag

Das marokkanische Arganöl wird aus der Nussfrucht des Arganbaumes hergestellt,  welcher in den wüstenartigen Landschaften Marokkos zu finden ist. Berühmt wurde es durch seine ausgezeichneten medizinischen und kosmetischen Eigenschaften. Die Effekte dieses Öls sind unübertroffen und suchen ihresgleichen.

Dabei steckt das Geheimnis des Arganöls in seiner einzigartigen Zusammensetzung. Es ist reich an natürlichen Antioxidantien, essenziellen Fettsäuren, Carotinoiden, Ferulasäuren, Sterolen und Polyphenolen. Außerdem enthält es äußerst hohe Anteile an Vitamin E. Arganöl verstopft die Poren nicht und hat ein breites Spektrum an medizinischen und kosmetischen Vorteilen im Bereich von Haut, Haaren und Nägeln. Hier einige der wichtigsten Vorteile:

Hoher Anteil an Vitamin E

Vitamin E ist extrem wichtig für Hautpflege und notwendig für die allgemeine Gesundheit der Haut. Es hilft bei der Vorbeugung und Heilung von Sonnenbrand und verstärkt die Wirkung von Sonnencreme. Außerdem hilft Vitamin E bei der Heilung von Narben und beschädigter Haut. Zusätzlich wird Vitamin E zum Schutz gegen Hautkrebs eingesetzt.

Reich an Antioxidantien

Antioxidantien sind bekannt für ihren hervorragenden Anti-Aging-Effekt. Sie schützen die Haut vor Chemikalien, Schmutz und UV-Strahlen, welche freie Radikale produzieren und intakte Hautzellen angreifen. Antioxidantien helfen der Haut, ihre junge Schönheit zurückzuerlangen, straffen Falten und entfernen Dehnungsstreifen. Außerdem dienen sie als Feuchtigkeitsspender für die Haut.

Natürliche Quelle für Phytosterole

Phytosterole haben die Eigenschaft, die Haut vor Irritationen und Rötungen zu bewahren. Sie helfen bei der Narbenheilung und reparieren sowohl Haut als auch Haare. Außerdem lindern sie trockene Haut und enthalten Inhaltsstoffe zur Unterbindung bestimmter Arten von Hautkrebs.

Reich an ungesättigten Fettsäuren

Arganöl ist zum einen ein ausgezeichneter Feuchtigkeitsspender, zum anderen hilft es, beschädigte Haut wieder auf Vordermann zu bringen. Die ungesättigten Fettsäuren reduzieren Falten und besitzen somit einen hervorragenden Anti-Aging-Effekt. Außerdem sind die dafür bekannt, Haarspliss zu verhindern und beim Auftragen auf Gelenkpartien Schmerzen und Versteifungen zu lindern.

Kokosöl

Dass die „Apotheke der Natur“ dem Menschen alles zur Heilung Notwendige zur Verfügung stellt, ist uraltes Wissen. Ein eindrucksvolles Beispiel für die Wunderwerke der Schöpfung stellt das Kokosöl dar, welches auch dem gepressten Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird.

Führende Wissenschaftler und Forscher bezeichnen Kokosöl als eindrucksvolle Waffe der alternativen Medizin. Wir möchten an dieser Stelle einige überraschende Erkenntnisse zu den gesundheitsförderlichen Eigenschaften von Kokosöl darstellen:

Laurinsäure

Ein äußerst bemerkenswerter Bestandteil ist die in den mittelkettigen Fettsäuren des Kokosöls enthaltene Laurinsäure. Im Körper wird sie zu Monolaurin, jenem wertvollen Inhaltsstoff, der sich auch im Fett der Muttermilch befindet.

Zu den Vorzügen der Laurinsäure zählt vor allem ihre antimikrobielle Wirkung. Die Fähigkeit, pathogene Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Protozoen, Hefen und andere Pilze zu bekämpfen und zu deaktivieren, wurde in zahlreichen Forschungsergebnissen belegt.

Zu den Viren, deren Lipidmembranen von der Laurinsäure bzw. dem Monolaurin aufgebrochen und aufgelöst werden können, zählen u. a. die Herpesfamilie, Zytomegalo-, Influenza-, Hepatitis-C-Viren und andere Krankheitserreger.

Fettsäuren

Neben den antimikrobiellen Qualitäten hat das Kokosöl mit seinem beachtlichen Spektrum an förderlichen mittel- und kurzkettigen Fettsäuren eine Anzahl weiterer, positiver Wirkungen zu bieten, die sich in anderen Nahrungsmitteln kaum finden. So z. B. beim Verdauungsvorgang: Hier benötigt Kokosöl weder Galle noch das fettspaltende Enzym Lipase aus der Bauchspeicheldrüse, sondern wird in der Leber direkt in Energie umgesetzt. Es wird nicht nur leicht absorbiert, sondern leistet auch Hilfe bei der rückstandsfreien Verarbeitung anderer, teilweise schwerer verdaulicher Fettsäuren.

Da Kokosöl den Stoffwechsel anregt und weniger Kalorien enthält als alle anderen Speisefette tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, eignet es sich sehr gut für ernährungsbewusste Menschen und solche, die Gewicht verlieren möchten. Eine weitere noch ausführlichere Übersicht über Öle und Fette sind auch in dieser Studie zu erfahen (kostenlos).

Hier eine Zusammenfassung der positiven Wirkungen des Kokosöls:
  • Stoffwechselanregung und Grundumsatzerhöhung bei gleichzeitigem Ausgleich der Schilddrüsenfunktionen
  • Verbesserung von Nahrungsabsorption und Metabolismus
  • Erleichterte Fettaufnahme, geringerer Kalorienbeitrag als durch andere Fette
  • Rückstandsfreie Verbrennung und schnelle Umsetzung in Energie
  • Normalisierung des Körperfetthaushaltes
  • Unterstützung von Fettabbau und Muskelaufbau
  • Starke Schutzmechanismen gegen pathogene Pilze, Bakterien, Viren und Parasiten
  • Stärkung des Immunsystems bei Entzündungen
  • Schutzfunktionen als Antioxidantium
  • Risikominderung von degenerativen Geschehen wie Osteoporose und Arteriosklerose, von Herzerkrankungen und Karzinomen
  • Minimierung von Leber-, Galle- und Pankreasbelastungen
  • Milderung von Beschwerden bei Diabetes und Eiweißüberempfindlichkeit
Fazit: Bei Ölen und Fetten ist die sorgsame Auswahl entscheidend!

Zwei Faktoren sind für die Auswahl der passenden Öle und Fette entscheidend: Die Qualität und die Eignung für den vorgesehenen Verwendungszweck. Sofern Sie sich an diese Faktoren halten, können wir Ihnen den Schrecken vor den vermeintlich ungesunden Lebensmitteln nehmen. Im Gegenteil: Die gewählten Fette werden Ihre Ernährung bereichern und die Gesundheit nachhaltig fördern!

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